10 gute Gründe

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Warum nicht gleich draussen fahren?

Es gibt kaum etwas Schöneres für einen Fahrradfahrer, als an einem schönen Frühlings- oder Sommertag in einer landschaftlich schönen Umgebung auf einer tollen Strasse zu rollen. Leider ist dies in den meisten Ländern sowohl zeitlich, geographisch wie auch klimatisch nur bedingt möglich.


Ein Rollentrainer kann zwar das tolle Gefühl outdoor nicht komplett ersetzen. Abgesehen davon bietet ein Rollentrainer aber eine ganze Reihe von Vorteilen, die diesen Nachteil zumindest teilweise wieder mehr als wettmachen können:

  • Keine Trash Miles
    Beim Rollentraining gibt es nicht wie bei einem Straßentraining sog. "junk miles" oder "trash miles" - jeder kennt die leeren Kilometer, in den man einfach vor sich hin rollt oder nur mit ganz geringer Leistung pedaliert. Ein Rollentraining ist im Zeitvergleich dazu intensiver bzw. effizienter - dadurch reduziert sich der für einen echten Trainingseffekt notwendige Zeitaufwand. Dies liegt daran, dass man auf der Rolle ständig treten muss. Je nach Streckenverlauf und Trainingsinhalt können die trash miles beim Straßentraining zwischen 5 und bis zu 25 Prozent der Trainingszeit einnehmen
  • Wetterunabhängigkeit
    Ganz egal wie das Wetter draussen ist - mit einem Rollentrainer spielen die äußeren Umweltbedingungen wie Regen, Wind oder Temperatur keine Rolle mehr. Dies ist insbesondere bei der Vorbereitung auf sportliche Events mit regelmäßigen Trainingseinheiten oftmals ein sehr großer Vorteil. Leider entfällt damit auch ein tolles Argument, warum man - leider, leider - keine Gelegenheit zur Vorbereitung bzw. zum Training hatte...
  • Optimale Bedingungen
    Wer hat schon den einen Berg mit einer total konstanten Steigung vor der Haustüre, der für das Bergtraining optimal wäre. Oder wie sicher fühlt man sich in freier Wildbahn beim Training im einbeinigen Fahren, wenn immer wieder Autos von hinten kommen oder Fußgänger den Weg kreuzen? Und bei der nächsten HIIT-Trainings-Sequenz wird die blöde Ampel ganz sicher auf grün stehen und auch der blöde Autofahrer von rechts wird beim nächsten Mal sicher warten.
    Auf einem Rollentrainer kann man sich hervorragend auf die Trainingseinheit konzentrieren bei einheitlichen Parametern wie Steigung - gänzlich ungefährdet von äußeren Einflüssen.
  • Strecken aus aller Welt
    Wer nicht gerade in den Alpen oder einer ähnlich reizvollen Landschaft sein Zuhause hat, der kommt außer im Urlaub selten in den Genuss einen Alpenpass oder eine landschaftlich reizvolle Strecke zu erfahren. Auch wenn natürlich der Bildschirm das richtige Leben nicht ersetzen kann, ist es schon toll, wenn man die schönsten Strecken auf diesem Planeten zumindest in einem Video abfahren und "erleben" kann.
    In manchen Apps sind auch Events, die nur an bestimmten Tagen möglich sind wie eine Fahrt mit dem Fahrrad auf dem Nürburgring oder eine Teilnahme an RTFs wie den Vattenfall Classics enthalten, da nicht jeder genau an dem Tag des Events die Zeit und die Form hat.
  • Fahren zu jeder Uhrzeit
    Wenn man wie ich noch im Berufsleben steht und sich nicht dann aufs Rad schwingen kann, wenn es gerade von den Umgebungsbedingungen her passt, dann ist ein Rollentrainer Gold wert. Man kann sich quasi zu jeder Tages- und Nachtzeit aufs Rad setzen und sein Trainingspensum abspulen. Gerade für's Familienleben ist es durchaus von Vorteil, wenn nicht immer wieder Trainingseinheiten und andere Anforderungen kollidieren.
  • Konzentration auf das Wesentliche
    Bei bestimmten Zielen wie z.B. der Verbesserung der Bergleistung sollen natürlich genau diese Streckenteile im Fokus liegen. Wenn der ausgewählte Berg aber leider zu weit entfernt liegt, um "mal kurz" hinzuradeln und dann auch noch die Einheiten zu absolvieren, dann ist ein Rollentrainer toll geeignet. Nach einer individuellen Einrollzeit geht man dann direkt z.B. in den Berg und muss im Anschluss noch nicht mal mehr heimradeln, sondern kann nach einer wiederum individuellen Ausrollzeit gleich zuhause unter die Dusche springen - mehr Fokus ist kaum machbar !
  • Zuhause in Gruppen fahren
    Wer sich mit anderen verabredet, kann bei Nutzung eines Simulators wie Zwift, Bkool oder anderen sogar mit anderen Teilnehmern fahren, ohne das traute Heim zu verlassen. Dabei können die anderen Teilnehmer gerade um die Ecke oder auf der anderen Seite der Welt auf dem Trainer sitzen.
  • Mal das Rad schonen
    Sie sind auch der Typ, der im Winter zwar zum Training aus reiner Disziplin draussen gefahren ist, um die Form zu behalten. Dem aber dann das tolle Rad und vor allem das Schaltwerk jedes Mal leid getan hat, das unter Salz und Wasser so richtig leiden musste und man aber doch kein eigenes Winterrad anschaffen wollte ?
    Beim Indoor Training bleibt das kostbare Stück geschont und man selbst schont sich auch noch nebenbei. Und das Gute: wenn die Sonne an einem tollen Wintertag mal so richtig lacht, dann ist das Rad in Sekunden wieder für draußen einsatzbereit - best of both worlds !
  • Fahren und nebenbei Musik hören oder Fernsehen
    Bei einer langen Grundlageneinheit bricht auch beim motiviertesten Fahrer irgendwann mal die Langeweile durch. Was auf der Strasse unmögich ist, lässt sich auf einem Trainer ohne größere Probleme realisieren. Über ein iPad beim Fahren gleichzeitig Filme schauen oder auch Podcasts hören, ohne durch die Ablenkung in Gefahr zu geraten - ein klares Plus.

Aber bei allen Vorteilen eines Rollentrainers - ultimativ ist es doch nur die Vorbereitung darauf, sich wieder auf den Hobel zu setzen und in der freien Wildbahn, evtl. mit anderen Gleichgesinnten in der Radsportgruppe, durch die Gegend zu radeln.