RGT - Real Good Training

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RGT
Ziel ist nach eigenen Angaben, das Potential der digitalen Welt zu heben und andere, weitergehende Erfahrungen in Ergänzung zur realen Welt zu ermöglichen. Als besonderen Vorteil sieht RGT, dass sie sich in enger Abstimmung mit den Anwendern und deren Bedürfnissen befinden.
RGT wurde von der rumänischen Firma RGT Cycling aus Bukarest entwickelt und vertrieben. Die Firma mit 13 Mitarbeitern hat dabei bereits 2017 begonnen, das Produkt zu entwickeln.
Strecken
RGT - Real Good Training - Cap de Formentor
Endspurt zum Leuchtturm am Cap de Formentor auf Mallorca - fast wie in echt
In RGT stehen wie in Zwift alle Strecken nur in 3D zur Verfügung. Die Strecken, "Real Roads" genannt, befinden sich allerdings nicht in einer virtuellen Welt wie Watopia, sondern sind realen und beliebten Vorbildern wie dem Mont Ventoux oder dem Stelvio auf der Basis von GPX-Daten nachgebaut und mit vielen Details verfeinert.
Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit, eigene Strecken per Mail an RGT zu senden, aus denen dann dort einfache 3D-Animationen erstellt und zur Ausführung bereitgestellt werden. Diese Strecken werden dann als "Magic Roads" bezeichnet.
Durch die manuelle Nacharbeit ist allerdings die Realitätstreue der "Real Road"-Strecken deutlich höher als in anderen Plattformen und entspricht hier eher dem Niveau von Zwift. Die "Magic Roads" können nach unserer Meinung, das teilweise an einen frühen EgoShooter erinnert, dagegen nicht ganz mit dem Niveau der auto-generierten 3D-Strecken von z.B. Bkool mithalten.
Gegenwärtig stehen folgende Kurse als "Real Roads" zur Verfügung (weitere sollen aber über die Zeit folgen):
  • 8bar
  • Borrego Springs (USA)
  • Canary Wharf (UK)
  • Cap de Formentor (ES)
  • Mont Ventoux (F)
  • Paterberg (BL)
  • Pienza (IT)
  • Stelvio (IT)
  • Tempelhof Airport (D)
Ein Nachteil (an dem aber schon nach Aussage RGT gearbeitet wird) ist, dass die Strecken aktuell nicht zu einer neuen Gesamttour kombinierbar sind - nach dem Ende jeder Strecke muss eine neue Session auf einer anderen Tour eröffnet werden.
Rennen
RGT Rennen - gegeneinander und trotzdem gemeinsam
RGT-Rennen: echter Schweiß und verbissener Kampf, aber ohne Gefährdung
Rennen in RGT sind eine ernste Angelegenheit - wer zu spät kommt, den bestraft das Leben:
  • Rennen
    Einmal gestartet, kann man nicht mehr teilnehmen. Alle Fahrer starten zusammen und die erste Person, die die Zielllinie überquert, gewinnt - so einfach ist das
  • Zeitfahren
    Auch hier gilt, dass zu einem festgelegten Zeitpunkt gestartet wird. Wer zu spät kommt, hat Pech gehabt. Gewinner ist diejenige Person, die die schnellste Zeit auf dem Kurs erzielt hat - der Veranstalter lässt die Teilnehmer mit entsprechenden Zeitabständen auf den Kurs wie in echten Time Trials
  • Ausscheidungs-Rennen
    Auch hier - zu spät und Du bist raus. Alle Fahrer beginnen gleichzeitig, aber in jeder Runde fliegen die langsamsten 3 Fahrer raus und die verbleibenden 3 Fahrer in der letzen Runde sprinten um den Sieg
  • Gruppen-Ausfahrten
    Hier kann sich jeder zu jeder Zeit einklinken - auch nach dem Beginn der Veranstaltung. Alle Teilnehmer, die nach dem Beginn der Veranstaltung hinzukommen, werden neben dem Veranstalter der Ausfahrt eingeordnet. Ist dieser nicht mehr im Rennen, dann werden sie neben dem jeweils ersten Teilnehmer an der Veranstaltung eingeordnet. Bei Gruppen-Ausfahrten gibt es keinen Gewinner (und somit auch keine Verlierer). Der Ausrichter verbindet ein Workout mit der Ausfahrt und jeder Teilnehmer erfüllt das Workout - aber jeweils im Bezug auf seine individuellen Möglichkeiten (im Bezug auf seinen FTP).
  • Zuschauermodus
    Statt selber in die Pedale zu treten, gibt es auch die Möglichkeit anderen Athleten bei der Teilnahme an Rennen zuzuschauen. Dies ist jedoch zur Beschränkung von Stalking auf 30 Minuten beschränkt und man kann auch nicht einzelne Sportler verfolgen
Preise
RGT bietet nur eine einzige Form des Abonnements an: monatlich werden dafür € 8,99 für die sog. Premium-Funktionen fällig. Es ist dabei die monatliche Kündigung möglich. Für Interessierte ist allerdings auch ein 14-Tage-Testzeitraum vorgesehen, in dem die Premium-Funktionen angetestet werden können.

Der Unterschied zwischen den Versionen "Free" und "Premium" liegt zum einen beim Zugang zu den 9 Strecken der Real Roads - diese sind nur in Premium verfügbar. Auch bei den strukturierten Workouts ist auch im Bereich Free nur ein begrenzter Zugriff möglich. Die Teilnahme an Rennen und Gruppenausfahrten sind zwar auch im Free-Bereich möglich - die Erstellung eigener Rennen oder Gruppenausfahrten ist jedoch der Premium-Version vorbehalten.
Technik
RGT besteht aus den 2 getrennten Applikationen "Mobile App" und "Screen App"
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Mobile App
Die Mobile App steht auf den Plattformen iOS oder Android zur Verfügung und steuert sozusagen das Backend von RGT. Sie dient primär zur zentralen Verwaltung und Steuerung des Accounts. Dabei findet in der App die Planung und Ausgestaltung aller Komponenten statt. Auch die Verbindung der Trainingsgeräte mit der virtuellen Welt findet hier statt.

So werden dort u.a. Trainingspläne oder auch strukturierte Workouts speziell für die Bedürfnisse des Athleten erstellt oder angepasst. Auch die Datenweitergabe an die Plattformen TrainingPeaks oder Strava nutzt die Mobile App.

Darüberhinaus können die Sportler an dieser Stelle auch die Teilnahme an Rennen, Zeitfahrten oder Gruppenfahrten einstellen, aber auch eigene, neue Rennen oder Gruppenfahrten erstellen. Die Kommunikation mit anderen Sportlern auf der Plattform über die Chat-Funktion wird auch über die Mobile App sichergestellt.
Screen App
Mit der Screen App werden aus Bits und Bytes echter Schweiß. Diese Applikation stellt zum einen die ausgewählten Strecken auf dem Bildschirm grafisch dar. Darüber hinaus werden aber auch die aktuellen Fahrerdaten wie Geschwindigkeit, Watt, Herzfrequenz, etc. ausgegeben.
Als Plattformen stehen die Desktop-Varianten Windows oder Mac OS X zur Verfügung. Für den Einsatz im Wohnzimmer-Bereich werden aber auch Apple TV und iPads unterstützt. Damit kann dann die Ausgabe einfach auf einen Fernseher oder Beamer erfolgen, so dass auch gehobenen Anforderungen Rechnung getragen werden kann.
Die RGT Screen-App
Was uns gut gefällt
Hohe Grafikqualität der "Real Road"-Strecken
Sehr realistisches, physikalisches Fahrmodell
Weitreichende Analyse-Möglichkeiten für Trainings
Gruppen-Ausfahrten und Rennen zentraler Teil der Anwendung
Was uns nicht gefällt
Noch relativer geringer Verbreitungsgrad
Lokalisierung bislang nur in wenigen Sprachen verfügbar
Keine Videostrecken verfügbar - nur 3D
Sehr überschaubares Angebot an Strecken