Saris Hammer H3

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Saris Hammer H3

Wer mit dem Namen Saris nicht sofort etwas anfangen kann, braucht sich nicht wundern: in der Vergangenheit wurden die betreffenden Trainer direkt unter dem Namen des US-amerikanischen Herstellers CycleOps aus Winconsin vertrieben. Somit ist der Saris Hammer H3 eigentlich der legitime Nachfolger des CycleOps H2. Für den Hammer H3 wurde aber nach Angaben des Herstellers nicht nur der Markenname geändert, sondern dem Gerät auch ein echtes Facelift gegönnt, was sich aber nach den ersten Bildern nicht im Äußeren widerspiegelt.

Eine Änderung gegenüber dem Vorgängermodell stellt die erhöhte Messpräzision im H3 dar. Der H3 verfügt jetzt eine Genauigkeit von +/- 2%, was sich besonders bei Reaktionen auf Tempowechsel im Simulator bemerkbar macht. Auch die Lautstärke im Betrieb soll sich verringert haben und jetzt bei 59 dB liegen (bei 32 km/h). Gemäß Hersteller-Angabe soll das eine Reduktion um den Faktor 5 darstellen, wobei zu beachten ist, dass Lautstärke-Anpassungen in Dezibel nicht linear sind.

Mit den 2.000 W des H3 bei 32 km/h (20 mph) steht dem Gerät ausreichend Bremsleistung für die realistische Simulation aller gängigen Szenarien dar. Somit sollten für alle Hobbyathleten genügend Bremspower vorhanden sein, um an Anstiegen oder auch bei schnellen Fahrten im großen Gang in der Ebene einen realitätsnahen Widerstand aufbauen zu können. Powerathleten mit Profi-Attitude müssen aber wohl immer noch zu den noch leistungsfähigeren Geräten greifen.

Eine Kassette wie bei manch anderen Direktantriebs-Trainern ist nicht im Lieferumfang enthalten. Diese muss somit vor dem Ersteinsatz besorgt und natürlich auch montiert werden. Der im Lieferumfang enthaltene Hub ist laut Hersteller dabei für Shimano 8-11-fach Kassetten geeignet und es soll gegen Gebühr auch einen Adapter für SRAM XD/XDR-Kassetten geben. Bezüglich der Unterstützung von Campagnolo-Kasseten liegen uns leider keine Informationen vor.

Der Trainer lässt sich mit der dualen Schnittstelle sowohl mit ANT+ FE-C als auch mit Bluetooth FTMS mit den meisten gängigen Apps wie Zwift, Rouvy, TrainerRoad und anderen koppeln. Neben der Nutzung in Simulatoren (sozusagen der Standardeinsatz) gibt es beim H3 auch den sog. "headless mode". Dabei muss das Gerät ebenfalls an einer Stromquelle angeschlossen sein und erzeugt dann aber eine progressive Widerstandskurve d.h., je schneller man tritt, desto höher passt der Trainer selbstständig den Widerstand an.

Der Trainer ist für die gängigen Fahrradtypen geeignet - sowohl Rennräder wie auch Mountainbikes können eingesetzt werden. Die Aufnahmen am Trainer erlauben die Nutzung von Rennrädern und Mountainbikes sowohl mit Schnellspannern als auch mit 142 x 12mm-Steckachse für Rennräder mit Scheibenbremse. Auch Adapter für 148-Steckachsen sind im Lieferumfang enthalten.

Der H3 verfügt zum Transport über einen integrierten Handgriff. Saris verspricht auch eine lebenslange Garantie, wobei keine genauen Angaben zum Leistungsumfang gemacht werden (zumindest nicht allgemein zugänglich im Web), aus denen hervorgeht, welche Teile von dieser Garantie umfasst sind. Firmware-Updates für den Trainer sowie die Kalibrierung der internen Sensoren erfolgen als sog. OTA (over-the-air) Zugriffe über die Saris-App. Saris beschränkt das maximale Gewicht von Fahrer und Fahrrad auf 136 kg (300 lbs).

 

Technische Daten (Herstellerangaben)
Gewicht 21,3 kg
Bremse / Widerstand elektromagentisch
Schwungrad 9 kg
Übertragung ANT+ FE-C / Bluetooth FTMS
Steigungen max. 20%
Max. Widerstand 2000 Watt
Genauigkeit +/- 2%
Kassette nicht inklusive
Freilauf Shimano 8-11-fach (weitere Adapter gegen Gebühr verfügbar)
Rahmenkompatibilität Schnellspanner 130 + 135 mm / 142 + 148 x 12 mm Steckachsen
Lautstärke 59 dB (bei 20 mph laut Hersteller), 45 dB (bei 40 km/h alut TOUR-Magazin), 
Maße (L/H/B) 78,7 x 46,9 x 49,5 cm (geöffnet), 76,2 x 46,9 x 49,5 cm (geschlossen)
Marktpreis-Spanne (Stand 02/2020) € 915 - € 999